Bevor du dein Zeitmanagement optimierst – verstehe, warum das Dringende süchtig macht und das Wichtige oft verdrängt!
Wie oft verwechseln wir Dringlichkeit mit Wichtigkeit – und lassen dabei das wirklich Wesentliche liegen?
Genau dieser Frage widmen wir uns zu Beginn jedes Zeit- und Selbstmanagement-Seminars.
Denn Effizienz macht erst dann richtig Spaß, wenn das eigene (Arbeits-)Leben auch in die richtige Richtung geht.
𝗗𝗮𝘀 𝗗𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗹𝗮𝘂𝘁:
📩 E-Mails,
💬 Teams- und WhatsApp-Nachrichten,
📞 spontane Anrufe,
„Kannst du mal kurz?“.
𝗗𝗮𝘀 𝗪𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗹𝗲𝗶𝘀𝗲:
💚 Gesundheit,
👨👩👧 Familie,
📚 eigene Weiterbildung,
🧭 strategisches Denken (Struktur, Prozesse etc.)
Das Dringende schreit nach Reaktion.
Das Wichtige flüstert nach Aufmerksamkeit.
Und genau darin liegt die Falle:
𝗗𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲𝘀 𝗮𝗯𝘇𝘂𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗳ü𝗵𝗹𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗽𝗿𝗼𝗱𝘂𝗸𝘁𝗶𝘃 𝘂𝗻𝗱 𝗴𝘂𝘁 𝗮𝗻 – 𝗲𝘀 𝗴𝗶𝗯𝘁 𝘂𝗻𝘀 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝗻 𝘀𝗰𝗵𝗻𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻 „𝗜𝗰𝗵 𝘄𝗮𝗿 𝗳𝗹𝗲𝗶ß𝗶𝗴“-𝗞𝗶𝗰𝗸.
Stephen Covey nennt das in seinem Klassiker „Die 7 Wege zur Effektivität“ treffend die Dringlichkeitssucht.
Doch langfristig blockiert das Dringende genau das, was wirklich zählt.
In meinem letzten Vortrag habe ich die Teilnehmenden durch vier Zonen geführt – angelehnt an Covey, aber mit eigenen Bezeichnungen und Ihnen konkrete Tipps für den Alltag gegeben:
🟩 𝗪𝗮𝗰𝗵𝘀𝘁𝘂𝗺𝘀𝘇𝗼𝗻𝗲 (𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴, 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱)
Hier entsteht echter Fortschritt: Familie, Gesundheit, Beziehungen, Lernen.
Diese Zone muss im Alltag bewusst geschützt und priorisiert werden.
Tun wir das nicht, fließt zu viel Energie in andere Bereiche.
Hilfreich sind feste Fokuszeiten, eine gute Wochenplanung und gesunde Gewohnheiten. Studienlage: Es dauert im Schnitt 66 Tage, bis sich eine neue Gewohnheit fest etabliert.
🟥 𝗞𝗿𝗶𝘀𝗲𝗻𝗺𝗼𝗱𝘂𝘀 (𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱)
Hier zählt Funktionieren – Deadlines, Krisen, Krankheitsvertretungen.
Das ist kurzfristig in allen Jobs unvermeidbar, sollte aber nicht zur Dauerlösung werden.
Denn: Dauerstress macht müde.
🟨 𝗦𝗰𝗵𝗲𝗶𝗻𝗱𝗿𝗶𝗻𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 (𝗱𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱, 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴)
Die wohl gefährlichste Zone:
Sofort reagieren, Mails checken, Präsentationen zum fünften Mal überarbeiten.
Hier helfen klare Reaktionszeiten, bewusste Prioritäten – und manchmal einfach ein „Nein“ (Insbesondere zu sich selbst).
⬜ 𝗔𝗯𝗹𝗲𝗻𝗸𝘂𝗻𝗴𝘀𝘀𝘂𝗺𝗽𝗳 (𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱, 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴)
Unbewusste Erholung – etwa durch stundenlanges Social-Media-Scrollen.
Besser: bewusste Pausen, Spaziergänge, Kino oder echte Gespräche.
Ein Teilnehmer erzählte mir von einer App, die beim Öffnen von Instagram einen 20-Sekunden-Countdown startet. Ich werde es ausprobieren!
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: 𝗘𝗳𝗳𝗶𝘇𝗶𝗲𝗻𝘇 𝗶𝘀𝘁 𝗴𝘂𝘁 – 𝗞𝗹𝗮𝗿𝗵𝗲𝗶𝘁 𝗶𝘀𝘁 𝗯𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿

